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THEORIEN UND METHODEN DER STADTPLANUNG

Willkommen im Bereich Lehre des Fachgebiets Theorien und Methoden der Stadtplanung

AKTUELLE LEHRVERANSTALTUNGEN WiSe 2021/22

Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet; Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Dienstags, 9:00  - 15:00 Uhr
Ersttermin: Di 19.10.2021
Ort: Präsenz wenn möglich, sonst Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (Zentrale Entwurfsvergabe)

Anmeldung: siehe Infos der Fakultät auf Ilias – Ordner: Entwurfs- und Seminarvorstellung und Vergabe(steht vsl. ab Oktober zur Verfügung)

Betongold – in einem vom Wachstumsparadigma getriebenen Finanzkapitalismus ist Spekulation ein wesentlicher Motor der Stadtentwicklung. Folgen sind nicht nur steigende Immobilienpreise, sondern auch ein enormen Ressourcenverbrauch, sowohl an Flächen als auch beim Bau. Postwachstumstheorien sehen in der Abkehr vom Wachstumsparadigma den Schlüssel, um den menschengemachten Klimawandel abzumildern.

Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit den Phänomenen der Spekulation und der Finanzialisierung, erkundet der Entwurf wie die Rolle des Bodens im Kapitalismus mit der Umweltzerstörung und dem Klimawandel zusammenhängen. Als Grundlage für die konzeptionelle Arbeit im Entwurf nehmen wir die Postwachstumsdebatte: Was könnten die Prinzipien einer Postwachstumsökonomie für die Stadtentwicklung bedeuten? Wie könnte eine Postwachstumsplanung aussehen? Auf diese Fragen sollen konzeptionelle Antworten entwickelt und auf dem EnBW-Areal „Neckarufer“ in Stuttgart-Ost ausformuliert werden.

Die EnBW entwickelt aktuell ihr ehemaliges Betriebsgelände „Stöckach“ zu einem Wohnquartier. Dies kann als Pilotprojekt für den Wandel des Unternehmens, weg von seinem Kerngeschäft als Energieversorger hin zum Immobilienentwickler und „ganzheitlichen Infrastrukturdienstleister“ verstanden werden und lässt eine wirtschaftliche Verwertung des 40 Hektar großen Geländes am Neckarufer wahrscheinlich erscheinen. Ziel des Entwurfs wird auch sein, solche Praktiken zu hinterfragen und in Alternativen jenseits des Wachstumsparadigmas zu denken.   

Leistungen:
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und Literatur (auch englischsprachig)
- Analyse und Präsentation zu immobilienwirtschaftlichen Geschäftsstrategien und Postwachstum
- Konzeptioneller Entwurf einer ‚Postwachstumsplanung‘ auf dem EnBW-Areal Neckarufer, Stuttgart-Ost

Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet, Dr. Tino Buchholz 
Termin: Mittwochs, 09.45 - 13.00 Uhr
Ersttermin: 20.10.2021
Ort: Präsenz wenn möglich, sonst Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (ab vsl. Oktober) sowie Angaben in C@MPUS

Lehrinhalt
Der Countdown läuft, Projekte nehmen Gestalt an: Unter dem Motto „Produktive Stadtregion“ hat die IBA’27 Stuttgart ihren thematischen Schwerpunkt festgelegt. Damit stellt sich die IBA einer relevanten Aufgabe, die stadtgesellschaftlicher Resonanz bedarf. Die Erwartungen der Stadtregion und der Fachdisziplinen sind nicht unbeträchtlich: so erwartet man von einer IBA nicht nur Lösungen für eine inhaltliche Aufgabe, sondern auch die Infragestellung stadtpolitischer Prozesse und das Erproben neuer Planungsansätze. 

Was also kann IBA? Wie verändert die IBA die Stadtregion, oder aber Stuttgart die IBA? Im Zuge parallel stattfindender IBAs (Heidelberg, Stuttgart, Basel, Wien, Parkstad, Thüringen) stellt sich auch die Frage der Veränderung des schillernden Formats an sich: Ist die IBA 27 eine unter vielen, oder wird sie in der Lage sein, tradierte Denkmuster und Machtverhältnisse etablierter Stadtpolitik und Planung zu verändern? 

Im Spannungsfeld urbaner Experimente vs. Marke IBA untersucht das Seminar die Ansprüche und Erwartungen an die Königsdisziplin der Stadtplanung. Im Zentrum steht die Relevanz und Resonanz von IBA in der Stadtgesellschaft anhand vergangener Beispiele wie der IBA Berlin, IBA Emscher-Park oder IBA Hamburg und analysiert die IBA Stuttgart und IBA Wien auf ihr Veränderungspotential. 


Leistungen: 
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und (auch englischer) Literatur 
- Analyse, Referat und Textbeitrag über eine vergangene IBA
- Beitrag zur Vorbereitung einer Tagung anlässlich zunehmend parallel stattfindender IBAs
- Verfassen eines gemeinsamen Positionspapiers zum Verhältnis von IBA, Planung und Stadt 

Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 18.10.2021 (od. 25.10.2021)
Ort: Präsenz wenn möglich, sonst Online-Lehre mit Webex/Conceptboard

Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (ab vsl. Oktober) sowie Angaben in C@MPUS

Städte und Stadtquartiere sind ein lebendiges Geschichtsbuch. Sie unter-liegen einem steten Wandel und halten einen großen Reichtum an städtischen Phänomenen bereit. Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise der Stadtbaugeschichte und richten den Fokus auf das 20. Jahrhundert. 
Dabei gehen wir zum einen den ideengeschichtlichen Entwicklungslinien sowie prägenden Leitbilder der Europäischen Stadt auf den Grund und zum anderen erarbeiten wir uns ein Verständnis der unterschiedlichen Zeitschichten, die im Stadtgrundriss, den Stadträumen oder auch der 
Architektur einer Stadt ablesbar sind. 
Die Vorlesungen und Fachartikel befassen sich mit den Elementen und Strukturen der Europäischen Stadt sowie den prägenden gesellschaftlichen Einflüssen der letzten 150 Jahre. 
Die Annäherung an die Stadtbaugeschichte erfolgt auf folgende Weise: 
­– wöchentliche Vorlesungsinputs und/oder Dialog über Fachliteratur
­– studienbegleitend Analyse wichtiger ‚Stadtmacher:innen‘ des 20. Jhd. und Ihrer ‚Werke‘ (zeittypischer Stadtquartiere)  (Studienleistung: Kurzreferat + anschließende Ausarbeitung)
­– Dialog und Reflexion über Querschnittsthemen wie öffentlicher Raum; städtebauliche Dichte; Wohn-/Freiraumqualitäten
­– wenn möglich finden optional kleine Exkursionen statt
Bei den Stadtmacher:innen sowie Quartiersanalyse werden die gesellschaftlichen und städtebaulichen Vorstellungen der Entstehungszeit und somit die Stadtkonzepte entschlüsselt, die atmosphärisch-räumlichen Qualitäten des jeweiligen Quartiers erfasst und in eigenen Zeichnungen prägnant dargestellt. 
Im Seminar achten wir darauf, dass Austausch und Wissenstransfer statt-finden, damit jede(r) am Ende des Seminars ein Repertoire an Stadtmachern, ihren Ideen und realisierten Stadtquartieren kennt.

Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain, Claudia Georgius
Termin: Donnerstags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 21.10.2021
Ort: Präsenz wenn möglich, sonst Online-Lehre mit Webex/Conceptboard

Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (ab vsl. Oktober) sowie Angaben in C@MPUS

Während in der historischen Stadt Arbeiten und Wohnen koexistieren, trennt die Stadt der Moderne die Funktionen, überlässt die Entwicklung dem Markt und behandelt die Orte des Arbeitens überwiegend stiefmütterlich. In jüngster Zeit –begünstigt durch die Covid-19 Pandemie– rückt die Idee der ‚Produktiven Stadt‘ mit attraktiven urbanen Arbeitsorten, in der Gewerbe, Industrie, Freizeit und Wohnen enger verwoben werden, wie-der ins Blickfeld der Planer/Unternehmen – so auch bei der IBA’27 Stadt-Region Stuttgart. Zudem werden die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl und die drei Dimensionen der neuen Leipzig Charta1 der EU –gerechte, grüne und produktive Städte gestalten zu wollen – viel diskutiert. Im globalen Kontext wird verstärkt von Sustainable Development Goals (SDG) gesprochen und im Finanzsektor von ESG Rating (Environment, Social, Governance). 
Wir werden uns dem Themenfeld der Transformation von Arbeitsquartieren und den teils widersprüchlichen Interessen der an Planungsprozessen beteiligten Akteur:innen in drei Schritten nähern: 
1) Reflexion des Fachdiskurses zu den Dimensionen der Leipzig Charta (s.o.) aus unterschiedlichen Perspektiven (Städtebau; Immobilienökonomie; Planungskultur) und in unterschiedlichen Maßstabsebenen (Stadt, Quartier, Stadtraum, Gebäude, Arbeitsplatz) 
2) Erforschen und Dokumentieren von wegweisenden aktuellen Referenzprojekten der Transformation von Arbeitsquartieren in Text und Bild (Fokus: Stadtraum / Architektur + Akteure / Planungsprozess)
3) Anwendungsbezugs über ein Praxisbeispiel im Bereich kooperativer Planungskultur
Wie wir die Expertisen der Wissenschaft (Britta Hüttenhain) und der Praxis (Claudia Georgius; KoWerk Stuttgart) im Seminar geschickt 
verweben und welchen thematischen Fokus wir setzen, wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben. 
Wir nutzen verschiedene Lehr-/Lernformate: (Gast-)Vorträge, Literaturstudium, Analyse von Projekten, Workshops und Dialog mit Vertreter:innen aus der Praxis. 

(1) https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/eu-rp/gemeinsame-erklaerungen/neue-leipzig-charta-2020.pdf

LEHRVERANSTALTUNGEN ARCHIV

Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet; Dr. Tino Buchholz
Termin: Dienstags, 13:00  - 17:00 Uhr
Ersttermin: Di 20.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (Zentrale Entwurfsvergabe)

Städte in Deutschland sind zunehmend mit einer Polarisierung der Wohnraumversorgung konfrontiert. Nachdem die Zuständigkeit der Wohnraumförderung seit 2006 den Ländern übertragen wurde, kann eine ‚Kommunalisierung der Wohnungspolitik‘ beobachtet werden. Planungsinstrumenten kommt hierbei eine wesentliche Rolle zu: Sie bilden die Grundlage für die Durchführung von Vorkaufsrechten, für die Anwendung des Milieuschutzes, für die Abschöpfung des Planungsmehrwerts etc. Hier setzt der Entwurf ein mit den Fragen: Welche Planungsinstrumente wenden Städte zur Steuerung der Wohnraumversorgung an? Welche Trägerschaften bieten Modelle der Wohnraumversorgung jenseits von Marktlogiken?  Wie wurde die Wohnungspolitik in Stuttgart in den letzten Jahren konkret gestaltet? Welche wohnungspolitischen Rationalitäten können daraus abgeleitet werden? 

Der Entwurf gibt einen Einblick in die Merkmale und den Aufbau der deutschen Wohnungspolitik, diskutiert die Umstände der ‚neuen Wohnungsfrage‘ und analysiert aktuelle Planungsinstrumente, mit denen Städte ihr begegnen. Auf dieser Grundlage sollen für wohnungspolitisch umkämpfte Standorte in Stuttgart Konzepte erarbeitet werden, bei denen mit Hilfe des Planungsinstrumentariums bezahlbarer Wohnraum geschaffen oder erhalten werden soll. Neben dem Erlernen von Planungsinstrumenten und der Auseinandersetzung mit einem wichtigen Politikfeld werden Fähigkeiten zur Recherche und Analyse geübt. 

Leistungen:
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und Literatur (auch englischsprachig)
- Analyse und Präsentation zu einem Planungsinstrument und seiner Umsetzung in beispielhaften Städten
- Konzeptionelle Umsetzung des Planungsinstrumentes für einen Standort in Stuttgart 

Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet, Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Mittwochs, 09.45 - 13.00 Uhr
Ersttermin: 21.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Von Fahrradfahrer*innen die ‚Critcal Masses‘ bilden, über Hausbesetzungen gegen Gentrifizierung und Finanzialisierung von Wohnraum, bis hin zum langjährigen Protest gegen Großprojekte wie S21 – städtische Konflikte sind allgegenwärtig. Die Widmung von und der gerechte Zugang zu Flächen hat angesichts neoliberaler Stadtentwicklungspolitiken in den letzten Jahrzehnten zunehmend Menschen mobilisiert, sich gegen konkrete Planungsvorhaben oder für alternative Ziele einzusetzen. Diese Entwicklung beobachten wir allen Partizipationsbestrebungen zum Trotz! 
Woran liegt es, dass Konflikte in der Planung immer häufiger zu Protesten und sozialen Bewegungen eskalieren, obwohl Bürgerbeteiligung schon längst erklärtes politisches Ziel, und formal verankert ist und obwohl die angewandten Partizipationsformate immer differenzierter werden? Wieso scheinen Konflikte – werden sie nicht frühzeitig moderiert – viel eher disruptive als transformative Kraft zu entfalten? 

Im Seminar wollen wir die Rolle von Konflikten in der Planung erkunden. Wir werden dabei eine Perspektive einnehmen, die Konflikte als ‚blinden Fleck‘ der Partizipation interpretiert und davon ausgehend assoziierte Diskurse (u.a. um die neoliberale Stadt, Postpolitik, Agonismus) sowie Konflikttheorien aus Politik- und Sozialwissenschaften reflektieren. Daneben soll die Analyse konkreter konflikthafter Planungssituationen Einblicke eröffnen, wie sich Konflikte konkret äußern und wie sie wirken. Auf dieser Grundlage werden wir diskutieren, wie Planung mit Konflikten umgeht und wie sie demokratischer gestaltet werden kann. Eine Leitfrage wird sein, ob und inwiefern Konflikte als Schlüssel für eine Transformation von Planung gesehen werden können. 

Leistungen: 
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und (auch englischer) Literatur 
- Referat und Textbeitrag über eine Konflikttheorie
- Analyse einer konflikthaften Planungssituation
- Verfassen eines gemeinsamen Positionspapiers zum Verhältnis von Planung und Konflikt

Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 19.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Städte und ihre Quartiere sind ein lebendiges Geschichtsbuch, die einem steten Wandel unterliegen und einen großen Reichtum an städtischen Phänomenen bereithalten.
Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise, erforschen Stadtquartiere, gehen ihrem ideengeschichtlichen Wandel nach, befassen uns mit charakteristischen Stadtbausteinen sowie der Wechselbeziehung von Stadt > Quartier > Gebäude. So gehen wir den Entwicklungslinien der Europäischen Stadt auf den Grund und erarbeiten uns ein Verständnis der unterschiedlichen Zeitschichten, die im Stadtgrundriss, den Quartieren oder auch der Architektur ablesbar sind.

Wir nähern uns der Stadtbaugeschichte auf verschiedene Weise:
– wöchentliche Vorlesungsinputs und/oder Dialog über Fachliteratur
– studienbegleitend Analyse von zeittypischen Stadtquartieren die mit Kurzreferaten von Ihnen präsentiert werden. Wir befassen uns vorauss. mit Quartieren in der Region Stuttgart (z.B. in Esslingen, Ludwigsburg, Sindelfingen), um Besichtigungen zu ermöglichen).
– Dialog und Reflexion über Querschnittsthemen wie Öffentlicher Raum; Städtebauliche Dichte; Wohn-/Freiraumqualitäten
– wenn möglich finden kleinere gemeinsame Exkursionen statt

Die Vorlesungen und Textauszüge befassen sich mit Einflüssen, Elementen und Strukturen der Europäischen Stadt. Der Fokus liegt dabei auf den städtebaulich-stadträumlichen Qualitäten und dem Wandel der Leitbilder in den letzten gut 150 Jahren.

Bei der Quartiersanalyse geht es darum, die atmosphärisch-räumlichen Qualitäten des jeweiligen Quartiers zu erfassen und in eigenen Zeichnungen unterschiedlicher Maßstäbe darzustellen. Dabei geht es auch darum die gesellschaftlichen und städtebaulichen Vorstellungen der Entstehungszeit zu entschlüsseln.

Im Seminar achten wir darauf, dass ein Austausch zwischen den Projekten stattfindet, damit Sie am Ende des Seminars ein Repertoire an Quartieren kennen.

Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Donnerstags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 22.04.2021

Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Städte und Stadtquartiere unterliegen einem steten Wandel und so ist die zukunftsfähige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren eine wichtige Aufgabe für Architekt*innen und Stadtplaner*innen. Stadt zu planen und zu entwerfen bedeutet, sich einzulassen auf unter-schiedliche Kulturen, Orte und Programme. Dabei geht es auch darum der Frage »Wie und wo wollen wir wohnen und arbeiten?« einen räumlichen Ausdruck und strategischen Entwicklungsrahmen zu geben. Im Fokus dieses Seminars steht die Weiterentwicklung von Produktionsstandorten zu produktiven und vernetzten Stadtquartieren. 
Orientiert an wegweisenden Referenzprojekten der letzten Jahre werden Arbeitsorte in der Stadt analysiert. Fragen die wir uns stellen sind u.a.: 
– Wie gelingen eine zukunftsfähige und identitätsstiftende Transformation und welche Mischung und Dichte ist angemessen?
– Wie gelingt es von der Idee zur Umsetzung zu kommen? 
– Welche Rolle haben Architekt*innen und Stadtplaner*innen bei der Transformation von Quartieren? 
Ziel des Seminars ist es mit Ihnen ein Spektrum an Transformationsprojekten zu erarbeiten, um dann an einem konkreten IBA’27-Projekt – dem Quartier Neckarspinnerei – das erarbeitete Wissen anzuwenden. 
In einem letzten Schritt werden die Praxiserfahrungen wiederum im Kontext des Fachdiskurses reflektiert.
Wir nutzen trotz Online-Lehre verschiedene Lehr-/Lernformate: 
(Gast-)Vorträge, Literaturstudium, Analyse von Projekten, Workshops und Diskurs mit Praxispartnern. Wenn möglich finden kleine Exkursionen statt.

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