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THEORIEN UND METHODEN DER STADTPLANUNG

Willkommen im Bereich Lehre des Fachbereichs für Theorien und Methoden der Stadtplanung

AKTUELLE LEHRVERANSTALTUNGEN

WS 2020/21

ENTWURF

ENTWURF „GLORIUS HUBS“
Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet; Anna Kübler
Termin: Dienstags, 9:45 - 15:00 Uhr
Ersttermin: Di 03.11.2020
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (Zentrale Entwurfsvergabe)

Im Kontext von Wohnungsknappheit und Klimawandel bieten die S-Bahn-Stationen im VVS-Gebiet geeignete Bedingungen für ein weiteres Wachstum der Metropolregion im Sinne eines transit-oriented development.
Die Bahnhöfe liegen momentan dennoch oftmals abgelegen am Siedlungsrand und ihr Umfeld bietet weder die Funktionen noch die Attraktivität, die sie zu dezentralen Knotenpunkten einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung machen würden.
Der von der HFT und dem Verband Region Stuttgart ausgeschriebene Wettbewerb „Glorious Hubs“ widmet sich fünf für die Region prototypischen Standorten, die künftig als zentrale Bezugspunkte der Ortschaften agieren und als Pilotprojekt für die Entwicklung der Region dienen sollten.
Die Lehrveranstaltung widmet sich dieser Fragestellung aus einer programmatischen Perspektive und erörtert unterschiedliche Herangehensweisen, um bezahlbaren Wohnraum in funktional gemischten Quartieren zu entwickeln.

WS 2020/21

SEMINARE

SEMINAR „DER ÖFFENTLICHE RAUM IN DER POSTPANDEMISCHEN STADT“
Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet, Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Mittwochs, 09.45 - 13.00 Uhr
Ersttermin: 03.11.2020
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Covid-19 hat unsern Alltag schlagartig verändert. Straßen standen auf einmal still, Parks belebten sich allmählich, inzwischen verlagert sich die Nachtkultur auf Plätze und Alkoholverbote sollen die Virusausbreitung bekämpfen. Während das anfängliche ‚stay-at-home‘-Gebot die Vulnerabilität von Obdachlosen besonders offenbarte, gilt heute die frische Luft als beste Vorkehrung gegen SARS-CoV-2. Fest steht: Der öffentliche Raum spiegelt wider, wie die Gesellschaft mit der Pandemie und ihren Folgen umgeht. 
Das Seminar untersucht, wie sich die Nutzung öffentlicher Räume mit der Pandemie gewandelt hat und fragt, welche gesellschaftlichen Zuschreibungen der öffentliche Raum in der postpandemischen Stadt haben könnte. Welche neuen Anforderungen werden an den öffentlichen Raum während Corona gestellt? Wie werden öffentliche Räume z. B. durch zivilgesellschaftliche Initiativen angeeignet? Wird er nach einer Phase des zunehmenden ‚Verlusts des öffentlichen Raums‘ wieder neuentdeckt? Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Fragen der Teilhabe und sozialen Ungleichheit. 

Aufgaben: 
- Auseinandersetzung mit den thematischen und methodischen Inputs und (auch englische) Literatur. 
- Analyse des Nutzungs- und Bedeutungswandels des öffentlichen Raumes (diskursiv und anhand konkreter Beispiele).
- Konzeptionelle Ausarbeitung, z. B. in Form von kleinen Stegreifentwürfen bis hin zu Interventionen im öffentlichen Raum.

SEMINAR „STADTBAUGESCHICHTE. STADTQUARTIERE IM WANDEL DER ZEITEN“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 02.11.2020
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Städte und ihre Quartiere sind ein lebendiges Geschichtsbuch, die einem
steten Wandel unterliegen und einen großen Reichtum an städtischen Phänomenen bereithalten. Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise, erforschen Stadtquartiere, gehen ihrem ideengeschichtlichen Wandel nach, befassen uns mit den charakteristischen Stadtbausteine sowie der Wechselbeziehung von Stadt > Quartier > Gebäude. So gehen wir den Entwicklungslinien der Europäischen Stadt auf den Grund und erarbeiten uns ein Verständnis für das Wirkungsgefüge des Städtischen.

Im Seminar nähern wir uns der Stadtbaugeschichte auf verschiedene Weise:
– wöchentliche Vorlesungsinputs und/oder Dialog über Buchkapitel
– studienbegleitend Analyse von zeittypischen Stadtquartieren mit Kurzreferaten, die thematisch in die Vorlesung eingebunden werden
– Dialog und Reflexion über Querschnittsthemen wie Europäische Stadt oder Öffentlicher Raum.

Die Vorlesungen und Textauszüge befassen sich mit den Einflüssen, Elementen und Strukturen der Europäischen Stadt. Der Fokus liegt dabei auf den städtebaulich-stadträumlichen Qualitäten und dem Wandel der Leitbilder in den letzten gut 150 Jahren.

Bei der Quartiersanalyse geht es darum, die atmosphärisch-räumlichen Qualitäten des jeweiligen Quartiers zu erfassen und in eigenen Zeichnungen und in unterschiedlichen Maßstäben darzustellen. Zudem werden gesellschaftliche und städtebauliche Vorstellungen der Entstehungszeit entschlüsselt.

Die Analyse bearbeiten Sie alleine oder in zweier Teams.
Im Seminar achten wir darauf, dass ein Quervergleich der behandelten Epochen und zeittypischen Quartiere stattfindet.

Abgabe schriftliche Ausarbeitung: Anfang Februar 2021

SEMINAR „WIE ARBEITEN? ORTE DES ARBEITENS IN STADT UND LAND“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Donnerstags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 05.11.2020

Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Während in der mittelalterlichen Stadt Arbeit und Wohnen koexistieren, trennt die Stadt der Moderne die Funktionen und behandelt die Orte des Arbeitens überwiegend stiefmütterlich. So weisen diese Quartiere in der Regel wenig Qualität auf und das betrifft nicht nur emittierende Industriebetriebe sondern auch Handwerksbetriebe oder auch HighTech-Firmen. In jüngster Zeit rückt die Idee der ‚Produktiven Stadt‘ mit attraktiven Arbeitsquartieren, in der Wohnen, Gewerbe, Industrie und Freizeit enger verwoben werden, wieder ins Blickfeld der Planer/Unternehmen.
> Wie und wo arbeiten wir morgen?
> Wo entstehen Kreativität und Innovation? 
> Welche Orte und Räume benötigen wir dafür? 
Wir werden den Fachdiskurs zur ‚Produktiven Stadt‘ aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren, werden den Strukturwandel und die durch Corona zu erwartenden Veränderungen analysieren/diskutieren und werden uns über die Analyse von Orten des Arbeitens in Stuttgart und anderswo einer Typologie der Arbeitsorte nähern. Quartiere in Stuttgart könnten u.a. folgende sein: Boschareal, Egon-Eiermann-Campus, Gewerbegebiet Feuerbach-Ost, Synergiepark Vaihingen/Möhringen, … Welchen Fokus wir im Seminar legen und wie wir Best Practice Projekte sowie den Wissensinput aus der Praxis am besten einbinden wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben. Im Idealfall gelingen uns Ortsbesichtigungen. 
Wir betrachten verschiedene Ebenen: Stadt, Quartier, Stadtraum, Gebäude, Arbeitsplatz und legen je nach Projekt und studentischer Neigung bei der Bearbeitung Schwerpunkte. 
Wir nutzen trotz Online-Lehre verschiedene Lehr-/Lernformate: (Gast-)Vorträge, Literaturstudium, Analyse von Projekten, Workshops und Diskurs im Idealfall mit Praxispartnern, sowie auf freiwilliger Basis Exkursionen (wenn möglich). 

Abgabe schriftliche Ausarbeitung: Anfang Februar 2021

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