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THEORIEN UND METHODEN DER STADTPLANUNG

Willkommen im Bereich Lehre des Fachgebiets Theorien und Methoden der Stadtplanung

AKTUELLE LEHRVERANSTALTUNGEN

Sommersemster 2021

ENTWURF

ENTWURF „Planungsinstrumente in der Wohnungspolitik“
Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet; N.N.
Termin: Dienstags, 13:00  - 17:00 Uhr
Ersttermin: Di 20.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät (Zentrale Entwurfsvergabe)

Städte in Deutschland sind zunehmend mit einer Polarisierung der Wohnraumversorgung konfrontiert. Nachdem die Zuständigkeit der Wohnraumförderung seit 2006 den Ländern übertragen wurde, kann eine ‚Kommunalisierung der Wohnungspolitik‘ beobachtet werden. Planungsinstrumenten kommt hierbei eine wesentliche Rolle zu: Sie bilden die Grundlage für die Durchführung von Vorkaufsrechten, für die Anwendung des Milieuschutzes, für die Abschöpfung des Planungsmehrwerts etc. Hier setzt der Entwurf ein mit den Fragen: Welche Planungsinstrumente wenden Städte zur Steuerung der Wohnraumversorgung an? Welche Trägerschaften bieten Modelle der Wohnraumversorgung jenseits von Marktlogiken?  Wie wurde die Wohnungspolitik in Stuttgart in den letzten Jahren konkret gestaltet? Welche wohnungspolitischen Rationalitäten können daraus abgeleitet werden? 

Der Entwurf gibt einen Einblick in die Merkmale und den Aufbau der deutschen Wohnungspolitik, diskutiert die Umstände der ‚neuen Wohnungsfrage‘ und analysiert aktuelle Planungsinstrumente, mit denen Städte ihr begegnen. Auf dieser Grundlage sollen für wohnungspolitisch umkämpfte Standorte in Stuttgart Konzepte erarbeitet werden, bei denen mit Hilfe des Planungsinstrumentariums bezahlbarer Wohnraum geschaffen oder erhalten werden soll. Neben dem Erlernen von Planungsinstrumenten und der Auseinandersetzung mit einem wichtigen Politikfeld werden Fähigkeiten zur Recherche und Analyse geübt. 

Leistungen:
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und Literatur (auch englischsprachig)
- Analyse und Präsentation zu einem Planungsinstrument und seiner Umsetzung in beispielhaften Städten
- Konzeptionelle Umsetzung des Planungsinstrumentes für einen Standort in Stuttgart 

SEMINARE

SEMINAR „Die umkämpfte Stadt – Planung im Spiegel von Konflikten“
Lehrpersonen: Prof. Dr. Laura Calbet, Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Mittwochs, 09.45 - 13.00 Uhr
Ersttermin: 21.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Von Fahrradfahrer*innen die ‚Critcal Masses‘ bilden, über Hausbesetzungen gegen Gentrifizierung und Finanzialisierung von Wohnraum, bis hin zum langjährigen Protest gegen Großprojekte wie S21 – städtische Konflikte sind allgegenwärtig. Die Widmung von und der gerechte Zugang zu Flächen hat angesichts neoliberaler Stadtentwicklungspolitiken in den letzten Jahrzehnten zunehmend Menschen mobilisiert, sich gegen konkrete Planungsvorhaben oder für alternative Ziele einzusetzen. Diese Entwicklung beobachten wir allen Partizipationsbestrebungen zum Trotz! 
Woran liegt es, dass Konflikte in der Planung immer häufiger zu Protesten und sozialen Bewegungen eskalieren, obwohl Bürgerbeteiligung schon längst erklärtes politisches Ziel, und formal verankert ist und obwohl die angewandten Partizipationsformate immer differenzierter werden? Wieso scheinen Konflikte – werden sie nicht frühzeitig moderiert – viel eher disruptive als transformative Kraft zu entfalten? 

Im Seminar wollen wir die Rolle von Konflikten in der Planung erkunden. Wir werden dabei eine Perspektive einnehmen, die Konflikte als ‚blinden Fleck‘ der Partizipation interpretiert und davon ausgehend assoziierte Diskurse (u.a. um die neoliberale Stadt, Postpolitik, Agonismus) sowie Konflikttheorien aus Politik- und Sozialwissenschaften reflektieren. Daneben soll die Analyse konkreter konflikthafter Planungssituationen Einblicke eröffnen, wie sich Konflikte konkret äußern und wie sie wirken. Auf dieser Grundlage werden wir diskutieren, wie Planung mit Konflikten umgeht und wie sie demokratischer gestaltet werden kann. Eine Leitfrage wird sein, ob und inwiefern Konflikte als Schlüssel für eine Transformation von Planung gesehen werden können. 

Leistungen: 
- Auseinandersetzung mit thematischen Inputs und (auch englischer) Literatur 
- Referat und Textbeitrag über eine Konflikttheorie
- Analyse einer konflikthaften Planungssituation
- Verfassen eines gemeinsamen Positionspapiers zum Verhältnis von Planung und Konflikt

SEMINAR „STADTBAUGESCHICHTE. STADTQUARTIERE IM WANDEL DER ZEITEN“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 19.04.2021
Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Städte und ihre Quartiere sind ein lebendiges Geschichtsbuch, die einem steten Wandel unterliegen und einen großen Reichtum an städtischen Phänomenen bereithalten.
Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise, erforschen Stadtquartiere, gehen ihrem ideengeschichtlichen Wandel nach, befassen uns mit charakteristischen Stadtbausteinen sowie der Wechselbeziehung von Stadt > Quartier > Gebäude. So gehen wir den Entwicklungslinien der Europäischen Stadt auf den Grund und erarbeiten uns ein Verständnis der unterschiedlichen Zeitschichten, die im Stadtgrundriss, den Quartieren oder auch der Architektur ablesbar sind.

Wir nähern uns der Stadtbaugeschichte auf verschiedene Weise:
– wöchentliche Vorlesungsinputs und/oder Dialog über Fachliteratur
– studienbegleitend Analyse von zeittypischen Stadtquartieren die mit Kurzreferaten von Ihnen präsentiert werden. Wir befassen uns vorauss. mit Quartieren in der Region Stuttgart (z.B. in Esslingen, Ludwigsburg, Sindelfingen), um Besichtigungen zu ermöglichen).
– Dialog und Reflexion über Querschnittsthemen wie Öffentlicher Raum; Städtebauliche Dichte; Wohn-/Freiraumqualitäten
– wenn möglich finden kleinere gemeinsame Exkursionen statt

Die Vorlesungen und Textauszüge befassen sich mit Einflüssen, Elementen und Strukturen der Europäischen Stadt. Der Fokus liegt dabei auf den städtebaulich-stadträumlichen Qualitäten und dem Wandel der Leitbilder in den letzten gut 150 Jahren.

Bei der Quartiersanalyse geht es darum, die atmosphärisch-räumlichen Qualitäten des jeweiligen Quartiers zu erfassen und in eigenen Zeichnungen unterschiedlicher Maßstäbe darzustellen. Dabei geht es auch darum die gesellschaftlichen und städtebaulichen Vorstellungen der Entstehungszeit zu entschlüsseln.

Im Seminar achten wir darauf, dass ein Austausch zwischen den Projekten stattfindet, damit Sie am Ende des Seminars ein Repertoire an Quartieren kennen.

SEMINAR „Die produktive Stadt. Transformationsprozesse verstehen und gestalten“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Donnerstags, 14.00 - 17:30 Uhr
Ersttermin: 22.04.2021

Ort: Online-Lehre mit Webex/Conceptboard
Anmeldung: siehe Informationen der Fakultät sowie Angaben in C@MPUS

Städte und Stadtquartiere unterliegen einem steten Wandel und so ist die zukunftsfähige Weiterentwicklung von Bestandsquartieren eine wichtige Aufgabe für Architekt*innen und Stadtplaner*innen. Stadt zu planen und zu entwerfen bedeutet, sich einzulassen auf unter-schiedliche Kulturen, Orte und Programme. Dabei geht es auch darum der Frage »Wie und wo wollen wir wohnen und arbeiten?« einen räumlichen Ausdruck und strategischen Entwicklungsrahmen zu geben. Im Fokus dieses Seminars steht die Weiterentwicklung von Produktionsstandorten zu produktiven und vernetzten Stadtquartieren. 
Orientiert an wegweisenden Referenzprojekten der letzten Jahre werden Arbeitsorte in der Stadt analysiert. Fragen die wir uns stellen sind u.a.: 
– Wie gelingen eine zukunftsfähige und identitätsstiftende Transformation und welche Mischung und Dichte ist angemessen?
– Wie gelingt es von der Idee zur Umsetzung zu kommen? 
– Welche Rolle haben Architekt*innen und Stadtplaner*innen bei der Transformation von Quartieren? 
Ziel des Seminars ist es mit Ihnen ein Spektrum an Transformationsprojekten zu erarbeiten, um dann an einem konkreten IBA’27-Projekt – dem Quartier Neckarspinnerei – das erarbeitete Wissen anzuwenden. 
In einem letzten Schritt werden die Praxiserfahrungen wiederum im Kontext des Fachdiskurses reflektiert.
Wir nutzen trotz Online-Lehre verschiedene Lehr-/Lernformate: 
(Gast-)Vorträge, Literaturstudium, Analyse von Projekten, Workshops und Diskurs mit Praxispartnern. Wenn möglich finden kleine Exkursionen statt.

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