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GRUNDLAGEN DER ORTS- UND REGIONALPLANUNG

Willkommen im Bereich Lehre des Fachbereichs für Grundlagen der Orts- und Regionalplanung.

AKTUELLE LEHRVERANSTALTUNGEN

SS 2020

ENTWURF

ENTWURF „WOHNEN AUF DEM FRIEDHOF“
Lehrpersonen: V.-Prof. Dr. Josefine Fokdal, Dipl.-Ing. Raphael Dietz
Termin: Donnerstags, 9:00 - 14:00 Uhr
Ersttermin: voraussichtlich Do 23.04.2020 [noch unklar, wir informieren zu gegebener Zeit]
Ort: Studio im Siemensgebäude

Bitte beachten Sie, das ist der Text aus dem Lehrangebot. Es kann aufgrund der aktuellen Lage noch zu Modifikationen kommen. Infos folgen. 

Wie die meisten Großstädte will Berlin gleichzeitig seine Innenstadt verdichten und das Klima schützen. Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) hat Teilflächen auf seinen Friedhöfen für eine zukünftige Bebauung freigeben: Jerusalem V und Neuer St. Jakobi-Friedhof. Sie befinden sich im attraktiven Nord-Neukölln, in unmittelbarer Nachbarschaft des Tempelhofer Feldes. Rund um die Friedhöfe liegt der Schillerkiez mit 23.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, der neben dem Reuterkiez 2019 zu den beliebtesten und mittlerweile teuersten Wohngebieten Neuköllns gehört. Die bisherige Bewohnerschaft gilt als sozial benachteiligt und ist akut von Verdrängung bedroht. Bewohnerinnen und Bewohner haben mit Mietsteigerungen von bis zu 21 Prozent zu kämpfen. Diese besondere Situation bietet einerseits optimale Möglichkeiten für Verdichtung und die Entstehung von innovativen urbanen Wohnformen in der Stadt. Anderseits machen Friedhöfe in den Großstädten circa 10 bis 15 Prozent der innerstädtischen Grün- und Parkflächen aus und fallen damit als klimarelevante Größe ins Gewicht. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE ist damit beauftragt worden, eine Schule auf der westlichen Teilfläche des ehemaligen St. Jakobi Friedhofs zu errichten. Im räumlichen Zusammenhang strebt die HOWOGE zudem die Entwicklung von Wohnraum an (50 % der Wohnungen gefördert (Miete von 6,50 EUR/ M2) und 50 % frei finanziert (Miete von im Durchschnitt unter 10 EUR/M2)). Daneben engagieren sich mehrere Wohngruppen dafür, bezahlbaren Wohnraum in Nord-Neukölln sicherzustellen und es befindet sich seit geraumer Zeit eine Wagenburg auf dem Gelände. In diesem Spannungsfeld gilt es ein innovatives Wohnviertel mit bis zu 450 Wohneinheiten zu entwerfen, das innerstädtischen Klimaschutz und gemeinwohlorientierte Wohnraumentwicklung gleichermaßen berücksichtigt.

Exkursion nach Berlin: 22-25.04.2020 (findet nicht statt)
Endabgabe: 26.07.2020

SS 2020

SEMINARE

SEMINAR „STRATEGISCHE STADTENTWICKLUNG“
Lehrpersonen: V.-Prof. Dr. Josefine Fokdal, Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Donnerstags, 14:00 - 17:00 Uhr
Ersttermin: voraussichtlich Do 23.04.2020 [noch unklar, wir informieren zu gegebener Zeit]
Ort: K1, Raum 6.05

Bitte beachten Sie, das ist der Text aus dem Lehrangebot. Es kann aufgrund der aktuellen Lage noch zu Modifikationen kommen. Infos folgen. 

Häufig werden Analogien verwendet, um die Rolle von Planer*innen und die von ihnen genutzten Instrumente in der Stadtentwicklung zu beschreiben. Uns begegnen bisweilen Gärtner, die den richtigen Nährboden bereiten, Ideen pflanzen und pflegen oder Köche, die passende Rezepturen entwickeln. Von Katalysatoren ist ebenso die Rede wie von Akupunktur und Partituren. Werkzeugkästen sollen entwickelt und an Stellschrauben muss gedreht werden. Diese Beschreibungen geben Hinweise darauf, wie planerisches Handeln charakterisiert sein kann – im Seminar wollen wir uns damit befassen, wie genau Planer*innen Einfluss auf Stadt­entwicklung nehmen.

Wie kann eine Planungsaufgabe in ihrer Komplexität erfasst werden? Welche politischen und gesellschaftlichen Kontextbedingungen sind relevant? Wie kann eine Vielzahl von Akteuren in ihren unterschiedlichen Interessen und Handlungslogiken wahrgenommen und in den Planungsprozess eingebunden werden? Welche formellen und informellen Instrumente kennt die Stadtplanung?

Diese Fragen werden wir in Vorträgen, Workshops, Diskussionen und anhand der Analyse konkreter Planungsbeispiele erkunden. Die Arbeitsweise ist dabei von einer diskursiven Atmosphäre geprägt und wir nutzen grafische Darstellungen als Analysewerkzeug. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis von Planung sowie von ihrer eigenen professionellen Rolle zu entwickeln. Sie lernen Stadtentwicklungs­prozesse zu beschreiben und zu interpretieren und schaffen damit die Grundlage, um eigene strategische Konzepte zu entwerfen und umzusetzen.

SEMINAR „STADTBAUGESCHICHTE. STADTQUARTIERE IM WANDEL DER ZEITEN“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:00 Uhr
Ersttermin: vorauss. Mi. 22.04.20, 12:00 Uhr, K1, Raum 8.06 (Labor 8) [noch unklar, wir informieren zu gegebener Zeit]
Ort reguläres Seminar: K1, Raum 9.06

Bitte beachten Sie, das ist der Text aus dem Lehrangebot. Es kann aufgrund der aktuellen Lage noch zu Modifikationen kommen. Infos folgen. 

Städte und ihre Quartiere sind ein lebendiges Geschichtsbuch, die einem steten Wandel unterliegen und einen großen Reichtum an städtischen Phänomenen bereit halten. Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise, erforschen Stadtquartiere, gehen ihrem ideengeschichtlichen Wandel nach, befassen uns mit den charakteristischen Stadtbausteine sowie der Wechselbeziehung von Stadt > Quartier > Gebäude. So gehen wir den Entwicklungs­linien der Europäischen Stadt auf den Grund und erarbeiten uns ein Verständnis für das Wirkungsgefüge des Städtischen. Im Seminar nähern wir uns der Stadtbaugeschichte auf verschiedene Weise:
– wöchentliche Vorlesung
– mehrtätige Exkursion nach Wien
– studienbegleitend Analyse von Stadtquartieren
– Dialog und Reflexion über Querschnittsthemen Die Vorlesungen befassen sich mit den Einflüssen, Elementen und Strukturen der
Europäischen Stadt. Der Fokus liegt dabei auf den städtebaulich-stadträumlichen Qualitäten und dem Wandel der Leitbilder in den letzten 150 Jahren. Bei der Quartiersanalyse geht es darum, die atmosphärisch-räumlichen Qualitäten des jeweiligen Quartiers in eigenen Zeichnungen und Maßstäben darzustellen und die gesellschaftlichen und städtebaulichen Vorstellungen der Entstehungszeit zu entschlüsseln. Die Analyse bearbeiten Sie in kleinen Teams.

Abgabe schriftliche Ausarbeitung: Anfang August 2020
Exkursion nach Wien: Di 02. Juni bis Sa 06. Juni 2020 (Findet nicht statt)

WS 2019-20

SEMINARE

SEMINAR „KOLLABORATION – KOOPERATION – KOPRODUKTION“
Lehrpersonen: Dipl.-Ing. Isabelle Willnauer
Termin: Donnerstags, 9:45 - 13:00 Uhr
Ersttermin: Do 17.10.2019, 9:45 Uhr
Ort: K1, Raum 7.01

Der Begriff ‚Koproduktion‘ hat in den letzten Jahren Einzug in das Planer-Vokabular gehalten und sich dort fest etabliert. Er taucht in den Leitideen zeitgenössischer IBAs auf, zivilgesellschaftliche Initiativen mit Bezug zum Stadtraum ziehen ihn heran, um ihre Anliegen zu beschreiben und immer mehr Planungsbüros begreifen die Gestaltung koproduktiver Prozesse als neues professionelles Handlungsfeld.

Auch die Stadtforschung hat das Thema längst zum Gegenstand gemacht. Inzwischen hat sich ein breiter Diskurs entfaltet und der Begriff wird auf verschiedene Weisen theoretisch gerahmt. Die Perspektiven reichen hier von ‚urban governance‘ über ‚urban commons‘ bis hin zu ‚radikaler Demokratie‘.
Doch was genau ist eigentlich unter diesem Begriff zu verstehen – was unterscheidet ihn von Kollaboration und Kooperation? Welche räumlichen und sozialen Qualitäten entstehen im Zuge von Koproduktion? Und wie ist der Einfluss beschaffen, den sie auf das Berufsbild der planenden Professionen übt? Diesen Fragen werden wir uns in der Lehrveranstaltung widmen. Eingangs werden wir den aktuellen fachlichen und wissenschaftlichen Diskurs anhand ausgewählter Texte nachvollziehen und diskutieren. Anschließend wollen wir ein breites Spektrum konkreter Beispiele für koproduzierte Räume (Kulturräume, Wohnraum, öffentlicher Raum, öffentliche Infrastruktur) analysieren und hinsichtlich der geschaffenen Qualitäten untersuchen und kritisch reflektieren. Abschließend sollen die Erkenntnisse in einem gemeinsamen Thesenpapier synthetisiert werden.

Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung: Ende Februar 2020.

Container City Stuttgart

SEMINAR „STADTBAUGESCHICHTE. STADTQUARTIERE IM WANDEL DER ZEITEN“
Lehrpersonen: Dr. Britta Hüttenhain
Termin: Montags, 14.00 - 17:00 Uhr
Ersttermin: Mo. 21.10.19, 14:00 Uhr
Ort: K1, Raum 9.06

Die europäische Stadt ist ein lebendiges Geschichtsbuch, das einen großen Reichtum städtischer Phänomene bereit hält und einem steten Wandel unterliegt. Gemischt genutzte Stadtquartiere stehen zurzeit für Lebendigkeit und Erlebnisfülle. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hingegen waren sie ein Synonym für unzumutbare Wohnverhältnisse und gaben Anlass, die Stadt nach neuen Leitbildern wie „die gegliederte und aufgelockerte Stadt“ oder „Urbanität durch Dichte“ weiterzuentwickeln. Wie lässt sich dies erklären und was lernen wir daraus für das städtebauliche Entwerfen?
Wir nähern uns dem Wandel der Europäischen Stadt auf unterschiedliche Weise:

Es findet wöchentlich eine Vorlesung statt, die die städtebauliche Struktur von Stadtgrundrissen und Stadträumen untersucht. Dabei werden auch Zusammenhänge zu den formenden technologischen, ökonomischen, sozialen, politischen Bedingungen hergestellt.

Parallel erforschen Sie in kleinen Teams wegweisende Referenzprojekte verschiedener städtebaulicher Typologie und Entstehungszeit. Dies erfolgt in vergleichenden Modellstudien, analytischen Zeichnungen sowie im Dialog im Seminar. Sie erarbeiten sich Zusammenhangwissen und erweitern Ihr stadtmorphologisches Verständnis.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, städtische Vielfalt zu entdecken und zu verstehen, sowie Entwicklungslinien nachzuzeichnen, damit Sie beim städtebaulichen Entwerfen reflektierte und zeitgemäße Antworten finden können.

Abgabe der schriftlichen Ausarbeitung: Ende Februar 2020.

Modellfotos M 1:1.000 – Studienarbeiten WS 2018/19. Mascherode, Toulouse-Le Mirail, Leipzig-Grünau

VERGANGENE LEHRVERANSTALTUNGEN

Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene Lehrveranstaltungen im Fachbereich für Grundlagen der Orts- und Regionalplanung.

Zu den Vergangenen Lehrveranstaltungen

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