Kenndaten
Entstehungszeit: 1936-1943
Akteur:innen: Architekten: Deutsche Arbeitsfront (DAF), Julius Schulte-Frohlinde, Albert Speer (als Leiter des Amts "Schönheit der Arbeit"), weitere Braunschweiger Architekten
Städtebauliche Merkmale
- NS-Mustersiedlung der DAF; Gestaltung gemäß NS-Propaganda, die sich am räumlichen Leitbild der Gartenstadt bzw. stadtkünstlerischen und heimatverbunden Entwurfsvorstellungen orientiert
- überwiegend 1 bis 2 geschossige Einfamilien- und Doppelhäuser
- zeittypische Elemente sind: geschwungene Straßen; raumbildendes Abrücken der Bebauung vom Straßenverlauf (Angerbildung) und vereinzelt Stichstraßen, die Gemeinschaftshöfe bilden
- öffentlicher Raum für Siedlungsgemeinschaft ideologisch geprägt in Nutzung und Architektursprache
- zentrale Straßenachse gesäumt von geschlossener, straßenbegleitender Bebauung, lenkt den Blick auf den Sonderbaustein "NSDAP-Gemeinschaftshaus" und weitere für die Gemeinschaft relevante Gebäude.
Tipps zum Weiterlesen
- Harald Bodenschatz et al. (Hg.) (2025): Städtebau im Nationalsozialismus: Angriff, Triumph, Terror im europäischen Kontext 1933–1945. Berlin.
- Unabhängige Historikerkommission (2023): Planen und Bauen im Nationalsozialismus: Voraussetzungen, Institutionen, Wirkungen. München. (4 Bände)
- Harlander, Tilman (1995): Zwischen Heimstätte und Wohnmaschine: Wohnungsbau und Wohnungspolitik in der Zeit des Nationalsozialismus.
- Mattausch, Roswitha (1981): Siedlungsneubau und Stadtneugründungen im deutschen Faschismus. Dargestellt anhand exemplarischer Beispiele.
Stand 10/2025
Basis dieses Beitrags ist die Studienarbeit von Michael Loth (18w)